TGI Draguignan: erfolgreiche Abwehr einer Schadenersatzforderung wegen gescheitertem Immobilienkauf

Das Tribunal de Grande Instance de Draguignan hat am 7. November 2019 entschieden, dass eine von Rechtsanwalt und Avocat Dr. Moritz Votteler vertretene Person keinen Schadenersatz an einen Immobilienmakler bezahlen muss.

In der Sache ging es um die Rückabwicklung eines verbindlichen Vorvertrages zum Kauf einer größeren Immobilie in Südfrankreich. Der potentielle Käufer und spätere Mandant trat, unter Zahlung eines pauschalen Schadenersatzes an den Immobilienverkäufer und den Immobilienmakler, der das Geschäft vermittelt hatte, von dem Vorvertrag zurück.

Mehr als ein Jahr später, verklagte der Immobilienmakler den Eigentümer der Immobilie auf Zahlung von weiteren 44.000 € und den Mandanten und ehemaligen Kaufinteressenten auf Zahlung von 27.000 €. Begründet wurde dies mit einer angeblichen violation de la clause de confidentialité (Verletzung einer Verschwiegenheitsklausel) in einem Vertrag. Während des Verfahrens verkündete der Immobilieneigentümer dem ehemaligen Kaufinteressenten den Streit. Im Ergebnis sah sich der Mandant einer Forderung von 71.000 € ausgesetzt.

Das Gericht folgte den Anträgen von Rechtsanwalt und Avocat Dr. Moritz Votteler, dass es sich um eine rechtsmißbräuchliche Anträge (action abusive) handele und wies die Klage vollumfänglich ab. Darüberhinaus wurde dem Mandanten von den Richtern ein Schadenersatz (dommages-intérêts) von insgesamt 4.000 € zugesprochen.

Diese Entscheidung ist rechtskräftig. Die Monatsfrist zur Einlegung der Berufung durch den Kläger ist verstrichen.

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