Prozessführung in Frankreich

Rechtsanwalt und Avocat Dr. Moritz Votteler vertritt regelmäßig Mandanten vor französischen Gerichten (z.B. TGI/Tribunal de grande instance = Landgericht, Tribunal de commerce = Handelsgericht, Conseil des prud’hommes = Arbeitsgericht. Aufgrund seiner Stellung als Of Counsel der französischen Anwaltskanzlei AK AVOCATS in Paris, kann er auf Ressourcen vor Ort (d.h. in Frankreich) zurückgreifen.

Eine der Besonderheiten des französischen Gerichtssystems ist es, dass in den Verfahren regelmäßig plädiert wird. Anders als vor deutschen Gerichten, befinden sich die Anwälte während den plaidoiries an Stehpulten und liefern sich juristische Diskussionen. Eine Vernehmung von Zeugen findet im Zivilverfahren selten statt. Dies gilt weniger für arbeitsgerichtliche Verfahren.

Im Gegensatz zu den deutschen Kostenerstattungsregelungen gibt es in französischen Gerichtsverfahren keine Kostentragungspflicht der entstandenen Anwaltsgebühren (frais exposés) der unterlegenen Partei. Lediglich mittels des sog. Artikels 700 code de procédure civile kann der französische Richter aus Billigkeitsgründen der obsiegenden Partei einen zusätzlichen Schadenersatzanspruch für entstandene Anwaltskosten zusprechen. Dies geschieht regelmäßig nicht, wenn sich ein Verbraucher gegen eine Versicherung, Bank, etc. zur Wehr setzt und unterliegt.

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