Frankreich: Ab dem 1. Oktober gesetzliche Neuregelung der Einbeziehung von conditions générales/AGB

Mit der umfassenden Reform des französischen Zivilgesetzbuches oder Code civil, die ab 1. Oktober 2016 in Kraft tritt, gilt hinsichtlich der wirksamen Einbeziehung von AGB in Frankreich folgendes:

Eine Vertragspartei kann sich nur auf allgemeine Geschäftsbedingungen berufen, wenn diese von der Gegenseite akzeptiert wurden. Dies setzt voraus, dass diese Bedingungen der Gegenseite zur Kenntnis gebracht werden müssen.

Sollten die beiden Vertragsparteien sich auf ihre jeweiligen AGB berufen und diese AGB sich widersprechen, gilt gemäß Art. 1119 Abs. 2 Code civil, dass diese Regelungen unberücksichtigt bleiben.

Der neu formulierte Art. 1119 Code civil regelt in seinem 3. Absatz darüber hinaus, dass im Falle von Widersprüchlichkeiten zwischen Allgemeinen Geschäftsbedingungen und den individuell ausgehandelten Vertragsbedingungen, letztere Anwendungsvorrang haben werden.

Article 1119:

Les conditions générales invoquées par une partie n’ont effet à l’égard de l’autre que si elles ont été portées à la connaissance de celle-ci et si elle les a acceptées.

En cas de discordance entre des conditions générales invoquées par l’une et l’autre des parties, les clauses incompatibles sont sans effet.

En cas de discordance entre des conditions générales et des conditions particulières, les secondes l’emportent sur les premières.

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